Die ganze Story – FC Brigittenau gegen FC Kurd

Gestern wurde in sozialen Medien ein Video mit der Überschrift „Fußballausschreitungen in der Brigittenau“ veröffentlicht. In dem Video sieht man leider nicht den gesamten Tathergang, daher machte ich mich auf die Suche. Einer der Zuseher ließ mir dieses Video zukommen.
 

Was war passiert? – (VIDEO ganz unten)

 
Laut einem Spieler der FC Brigittenau (der unter meinem Aufruf kommentierte) spielte man die zweite Partie gegen FC Kurd. Das erste Match hatte man 2:1 verloren und da diese Spiel nun 1:2 für Briggitenau endete, kam es zu einem Elfmeterschießen. Den Elfmeterbewerb gewannen schließlich die Brigittenauer und gingen kollektiv zum Feiern über. Auf dem unteren Spielfeldrand sieht man einen euphorischen jungen Mann, der in seinem Eifer auf den Spieler des gegenerischen Teams mit dem Wolfsgruß zuläuft. Ein Ordner mit gelber Weste der FC Brigittenau zieht ihn Weg, woraufhin dieser feiernd den Sieg mit unverständlichen Slogans skandiert und abzieht.
 
Die Kamera schwenkt, auf die Spieler des FC Brigittenau die unter sich den Sieg feiern, wie es sich für eine Fußballmannschaft gehört. Plötzlich tut sich etwas in den Zuschauerrängen und die Fußballer laufen zur Tribüne. Es ist schwer zu erkennen, was dort wirklich passiert. Laut der Aussage der Polizei (Quelle: Biber) kam es zu „„gegenseitigen Provokationen“, sowie „Beschimpfungen, gegenseitigem Stoßen und dem Werfen von Gegenständen.“ Die Ordner als auch die Fußballer versuchen die Menschen auseinander zu halten und kurz darauf beruhigt sich die Situation.
 
Der Obmann des Vereins FC Kurd, behauptete auf „dasBiber.at“, dass die Zuschauer der Gegenseite mit Eisenfäusten und Ketten bewaffnet zum Spiel gekommen seien. Hingegen können das die restlichen Zeugen mit denen ich gesprochen habe nicht bestätigen, sie allerdings sahen, dass zumindest einer mit seinem Gürtel versuchte sein Gegenüber zu schlagen.
 
Laut der Brigittenauer Perspektive waren die Zuschauer der FC Kurd aufgrund der Ausscheidung aus dem Bewerb, aggressiv geworden und hätten provoziert und dies sei nicht das erste Mal gewesen. Sie hätten mit Flaschen in Richtung der Brigittenauer geworfen. Auch bei anderen Matches kam es mit der FC Kurd zu Auseinandersetzungen, angeblich bei Spielen gegen die Wacker und Eintracht Wien. Ich habe allerdings auch hier keine Belege dafür finden können, zumindest nicht online.
 

Mein Kommentar: Tolle Fußballer mit schlechten Zuschauern 

Während meiner Recherche auf beiden Seiten habe ich festgestellt, dass es sich großteils um tolle fußballbegeisterte Jungs auf beiden Seiten handelt. Die Burschen beider Mannschaften haben sich absolut ordentlich und sportmännisch verhalten. Sie und die Ordner gingen zwischen die streitenden Fans und schlichteten so gut es ging. Die fanatisch emotionalen Zuschauer hingegen verursachten ein Gerangel, das nicht unüblich für Fußballspiele ist. Ich spielte 10 Jahre lang bei SV Wienerfeld und solche Zwischenfälle kamen bei jedem dritten Spiel vor. Oft waren die Trainer und die Eltern der jungen Kicker involviert. Natürlich kommt bei diesem Vorfall hinzu, dass der junge Twilight Fan mit Wolfsgruß bei einem Spiel das gegen eine Mannschaft namens FC Kurd gespielt wird, Alarmglocken erwecken lässt. Vor allem bei den üblichen Agitatoren für türkisch kurdische Konflikte.
 
Sie nehmen auch diese Gelegenheit wahr um einen unglücklichen Vorfall während eines Fußballspiels zu einer Staatskrise zu stilisieren. Diese linken Genossen und Hobby Freiheitskämpfer sind mindestens genauso provokativ wie der dumme Junge der mit Wolfsgruß aufs Spielfeld läuft. So wie dieser Schwachkopf versuchen auch diese Herren durch Symbole und opportune Anlässe ihren geistigen Krieg auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen auszufechten. Zerstört doch diesen Jungs nicht ihr Leben, weil ihr keine relevanteren Argumente für eure Wannabe-Guerillatätigkeit in Österreich findet. Seid doch etwas verantwortungsvoller, es geht hier um junge Burschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft für den Fußball.
 
Ich schlage dem FC Brigittenau und dem FC Kurd vor, ein Exempel an Menschlichkeit zu statuieren und in den nächsten Tagen auf ein Ayran zu gehen und sich herzlich zu umarmen. Wir fühlen mit unseren kurdischen Brüdern stets mit und dazu brauchen wir keine Scharfmacher die einen künstlichen Zwist herbeizaubern, um sich selbst diesen Konflikt ausfechten zu sehen.
 
Jugendliche sind Jugendliche sind Jugendliche!
 
<3 FC Kurd & <3 FC Brigittenau
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